plaetzchenwolf - Radio2024 - eine Satire 2.Teil



Radio 2024 -2

Also, Lucia - nun man ganz langsam;
der Schlüssel steckt von innen und klemmt, stimmt das?
Ja,ich habe solche Angst, weil meine Mutti Spätdienst hat und nicht helfen kann.
Sie weint.
Harry: Hast du eine Schere griffbereit?
Ja, im Korb mit den Kämmen, da tut sie die immer hin.
Aha, hole sie, aber paß auf, damit verletzt man sich schnell.
Hat der Schlüssel ein Loch?
Ja.
Paßt die Scherenspitze da hinein?
Nee, es ist alles so schlimm..
Ach was, mach die Schere auf und stecke nur eine der Schneiden hinein- geht das?
Ja - und nun?
Schau,daß das Ding fest sitzt und drehe damit den Schlüssel nach rechts - also zum Ende des Türgriffes.
Es geht so schwer!
Nimm ein Handtuch zu Hilfe!
Dann hört man ein Klacken und das Schloß ist frei.
Danke lieber Rundfunkmann, das hat geklappt!
Nun muß ich schnell die Herdplatte mit der Milch ausschalten!
Harry wischt sich den Schweiß von der Stirn, als die junge Stimme bald wieder am Telefon war.
Es ist nur etwas übergekocht, aber nicht schlimm!
Gut, daß Mutti ihre Telefonnummer an den Rand des Spiegels geschrieben hat- warum auch immer..
Harry trank einen großen Schluck und nahm zur Feier des Tages einen dicken Doppelkeks zu sich,
der in der schon lange geöffneten und verschmähten Packung lockte, wie eine Giftschlange.
Dann macht er geschwind noch ein paar Kniebeugen - als Sühne sozusagen und legt eine Wunsch-Scheibe auf,
die der Anrufer zuvor hören wollte.
Ein alter Be atles-Song, ein Ohrwurm aus schon älteren Tagen.
Harry wippte den Takt mit und suchte im Archiv nach der nächsten Musik.
Heute geht ja alles elektronisch, das war in meiner Anfangszeit nicht so, sinnierte er-
heute wird der Plattenspieler nur noch selten benutzt.
Die Scheibe habe ich aus meiner Sammlung heraus gesucht, weil die nicht mal mehr im Rundfunkarchiv zu finden war.
Die heutige Musik oder die heutigen Schlager- ach lassen wir das!
Wenigstens ist der Kaffee noch derselbe oder eben die Marke noch auf dem Markt,
sonst wäre ich aufgeschmissen!
Wie auch immer, so sagte er sich, ist mein Konzept aufgegangen und hat mich die ganzen Jahre getragen:
Alte Schlager oder die der jeweiligen Jugendzeit sind wie Vitamin C für die Seele,
die heilen ziemlich schnell und gut.
Oft reicht ein Song und man sieht wieder Land.
In dieser Überlegung fand er einen neuen Gag des Tages, den er sofort notierte- wie seit Jahren schon.
Schnell das noch lesbar abschreiben, was mit schneller Hand notiert wurde und die Musik
anhalten - "ich weiß ja nicht wie es euch geht, liebe Hörer,
aber bei mir setzt alles sofort an und so hatte ich viele
Diäten und Abnehm-Konzepte ausprobiert"

Zum 3. Teil Radio2024


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Nachtrags-Kartusche

Salate


























































































































































































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..froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König..






Gedanken im 73. Lebensjahr, die 2. Serie


Was ist heute so viel anders als gestern? Aus meiner Sicht - ich habe gerade einen Autotest eines VW Polo von 1994 gesehen, den ein jüngerer Mann auf Y outube zeigte. Heute spricht man von "andocken" und "drankleben" beim Parken und Windschattenfahren, man verwendet sinnlose Füllworte inmitten des Satzes, was schon seit etlicher Zeit in Mode ist- nur bei Studierten oder Leuten mit Abitur. Das habe ich bei Voxlatina damals schon bemängelt, daß man unmöglich "Julius quoque Caesar" sagen könne, ohne dabei lächerlich zu wirken. Nun gut, nach vielleicht hundert Ausgaben dieser Zeitschrift habe ich den Kram aufgegeben. Neulatein ist schon arg verkrampft - oder? Ich bin und werde kein Gebildeter werden, soviel ist mir klar geworden. (Das heißt nicht, daß mir der Sinn der lat. Überlieferungen im Mutterwitz nicht verständlich geworden wäre- dem Lateinlehrer ebenso, er hielt sich lieber an die Übersetzung des Ministeriums- wo nur Grammatik, aber nicht die lebende Sprache im Sinn war)
Kurzum, der Tester hat sich viel Mühe gemacht, aber nicht verstanden, daß 1050ccm und 45 PS nicht zu einem 5Gang-Getriebe passen: Dieser Motor holt die Kraft nur aus der Drehzahl, d.h. ein 4Gang-Getriebe wäre mehr als ausreichend. 6,4 Liter hat er im Testverbrauch erzielt - ich fuhr damals den Golf II in einfacher Ausstattung mir 1300ccm und 55 PS und 4 Gängen. Je länger die Übersetzung - das hat der Tester nicht gewußt - tritt man schwerer in die Pedale oder aber man hat enorme Muskelkraft. Normale Leute schalten runter, damit man es leichter hat- das geht dem Motor ebenso. Und wenn man mit der Leistung im höheren Gang nicht zufrieden ist und das Gaspedal stärker durchtritt, kommt nicht mehr Kraft, aber mehr Benzinverbrauch. Unser Golf II hat 5,5Ltr verbraucht, wenn man mit Hirn gefahren ist, ohne Hirn eben 7ltr.
Da offenbar mit der stark angestiegenen Allgemeinbildung, vornehmlich mit Abi und Studium - einfache Dinge immer weniger kapiert werden, habe ich mir meinen Reim auf die Dinge gemacht. s.o.
Die Automobilhersteller haben reagiert, daß keiner mehr denken will und lieber auf das Smartphone glotzt, statt auf die Straße- und so hat man viele Sicherheitssysteme eingebaut, die das Auto schwer wie ein Panzer werden ließ. Das Platzangebot ist aber nicht besser geworden! (Eng sind selbst Luxuswagen)


Das typische Gemecker alter Leute? Ich denke schon- irgendwann gilt man eben als alt und das Prädikat "senil" ist nicht mehr weit weg..Und wo ich schon beim "meckern" war- mein Daumen auf dieser Plattform des Testers ging nach unten: "Wenn man solche Tests macht, sollte man den Sinn eines Stopp-Schildes schon kennen, gell?! Mich wunderts daher nicht mehr - und hier hat dessen Beitrag schon einen Sinn, daß die Leute nach Gehör einparken und sich an die Stoßstange kleben. (Auch Drängen genannt) Die jungen Leute werden immer größer, leider die praktische Bildung und die Rücksicht nicht.
















*** Nachgetragenes ***

Es ist wie es ist, wir machen nicht das Geringste aus den Gegebenheiten, egal wer und was wählt und gewählt wird. Das ist ebenso, das Kaiserreich hat sich nur verlagert, über eine Extremperiode des 3. Reichs hinweg zu den nächsten Despoten. So oder so, wir sind diesem Treiben immer schutzlos ausgeliefert- wenn die Stimmen nicht reichen, dann wird eben "koaliert", statt einen tatsächlich mitbestimmerischen Neuanfang zu wollen. So sieht die Lage in meinem 74. Lebensjahr aus und damit muß auch ich leben. Mehr als nennen kann ich diese Schieflagen nicht und mehr als vor radikalen Parteien und Typen mahnen -leider auch nicht. Das habe ich getan, damit meine Kinder und Enkel eines Tages nicht sagen können: "Du hast es gesehen und nichts gesagt, wie alle anderen Leute auch!" Doch, das habe ich und zwar weltweit und in über 25 Jahren im Web. Einfach habe ich es mir nicht gemacht, denn als "Basisdemokrat" war mir die Mahnung eine Verpflichtung. Es muß immer wieder gesagt und geschrieben werden: Im einfachen Arbeiterhaushalt groß geworden, ist mir die Mitbestimmung IMMER zuteil geworden, sie war ein wesentlicher Bestandteil der Jugend. Meine Eltern haben über alles gesprochen und offen diskutiert. Heute ist eher die Einsicht, daß man mit Wahlen nichts erreichen kann.. gar nicht und überhaupt nichts. Alles hohle Nüsse und leere Versprechungen: Es geht nur um die Fleischtöpfe - um mehr nicht.

*** ..wie auch immer, vermutlich ist über das Web mehr zu erreichen, als beim Urnengang. (Wenn es nicht gerade der Letzte ist)

"Bauernfrühstück", das 250gr Glas von G und G ist empfehlenswert und schmackhaft. 1,79 Euro? Im Web doppelt so teuer (7.2.25) An dieser Stelle muß ich leider vor Nepp warnen- nachdem Corona und seine seltsame Knappheit an manchen Lebensmitteln weg ist, wird hier kräftig versucht abzuzocken. Lieber Finger weg und zum Laden fahren! (Ich tippe mal, daß hier Privatleute versuchen in den Beutel zu schneidern, das ist bei fast allen Lebensmittel der großen Platformen zu bewundern)

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Andere Baustelle: Ich empfehle die hellste weiße Farbe die man kriegen kann und damit die ganze Wohnung zu streichen. (So kann man leicht ausbessern, wenn sich irgendwo Flecken zeigen) Wir haben damit -im ganzen Haus- vom Keller bis zum 1. Stock alles gestrichen und zuvor mit Fertigputzgips verputzt.. ein kleines Maleur ist somit kein Problem mehr. Die Farbe steht immer im Keller parat, der Pinsel liegt daneben. Billig ist das freilich nicht gewesen- aber Tapeten kosten mehr und müssen öfter erneuert werden. Der Putz bleibt. (Den könnte man ggf. auch mit einer Spachtel mit Holzgriff und einem Gummihämmerchen wieder runter machen- alles kein Problem)





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